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Burgdorf Reifferscheid

Reifferscheid liegt inmitten des Naturpark Nordeifel und gehört zu der Gemeinde Hellenthal. Der malerische Burgort erhebt sich trutzig über das Tal und die Geschichte einer über 800 Jahre alten Ortschaft lädt zum Verweilen ein.

Der Burgort Reifferscheid ist eine der für die Eifel typischen Burg-Tal-Siedlungen.

In der Eifel entwickelten sich ab dem 12. Jahrhundert sog. Kleinherrschaften, welche meist über Jahrhunderte hinweg existierten und erst nach der
französischen Revolution zusammen brachen.

Die Geschichte der Burg Reifferscheid im 11. Jahrhundert. Die damalige Burg wurde im Jahre 1106 von Herzog Heinrich von Niederlothringen und Limburg aus strategischen Gründen in Brand gesetzt. Burg und Ländereien kamen dann kurze Zeit später als selbstständiger Herrschaftsbereich an die Herren von Reifferscheidt. In dieser Zeit hat es bereits eine Burg mit Kapelle gegeben.

Das Gebiet umfaßte damals noch die späteren Herrschaften Reifferscheid und Wildenburg. Die Brüder Gerhard und Philipp hingegen teilten um 1195 das Land. Gerhard behielt Reifferscheid mit der Repräsentation beim Reich sowie dem Hochgericht über Reifferscheid und Wildenburg, Philipp bekam die Wildenburg.

Der Verbleib der hohen Gerichtsbarkeit über die Herrschaft Wildenburg hat zu Auseinandersetzungen zwischen Reifferscheid und Wildenburg geführt. Ende Januar 1628 ließ Marsilius von Pallandt im Verlauf von Auseinandersetzungen erst drei und am 17. Februar 1628 nochmals 5 Personen hinrichten, die man der Zauberei beschuldigt hatte. Insgesamt wurden in der Wildenburg 16 der Hexerei beschuldigte Personen umgebracht. Eine grauenhafte Zeit ! In Furcht und Schrecken sollten das Land im 17. und 18. Jahrhundert zahlreiche, kriegerische Auseindersetzungen versetzen. Der 30jährige Krieg forderte auch von der Eifel einen hohen Tribut.

Am 23. Juni 1669 löste die Unvorsichtigkeit eines Soldaten einen Brand aus, der die Burg Reifferscheid und große Teile des Oberdorfes vernichteten. Danach wurde die Burg als Barockschloß wieder augfgebaut. Schließlich wurde das Schloß abermals in den Reunionskriegen Ludwigs des XlV. teilweise zerstört und abermals wieder aufgebaut. 1805 wurde Schloß Reifferscheid versteigert. Mehr und mehr dem Verfall preisgegeben, diente es dann über lange Zeit als Steinbruch und verkam zur Ruine.

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